Portraits zu zeichnen, ist keine so ganz einfache Aufgabe, wenn man darauf besteht, dass eine gewisse Ähnlichkeit zwischen Bildnis und Portraitierten besteht. Es gibt unzählige Anleitungen zur Proportionslehre. Diejenigen, die es tiefgründiger wissen möchten, finden auch anatomische Beschreibungen und Erklärungen zu den Funktionen der Muskulatur und Knochen des Gesichts eines Menschen. Aber nachdem das gesamte theoretische Wissen aufgesogen wurde und es dann ganz praktisch darum geht ein Portrait zu zeichnen, sind wir oft verzweifelt, weil die Theorie hier wie überall auch meistens einfacher ist als die Praxis.

Warum gelingt mir das Portrait nicht?

Das schwierigste dabei, wenn wir ein Portrait gemalt haben aber unglücklich damit sind, ist es zu erkennen, wo das Problem liegt. Wir schauen uns die Arbeit an, wissen, dass irgendetwas nicht stimmt, kriegen aber nicht heraus was. Und dieses „WAS“ ist der Schlüssel.

Das Schwierige ist also nicht die Korrektur an sich, sondern zu erkennen, WAS man korrigieren soll.

Hier möchte ich daran erinnern, dass diese Tipps nur als Hilfsmittel dafür dienen, ein Portrait realitätsgetreu zu malen. Das heißt aber nicht, dass ein Portrait realitätsgetreu sein muss. Viele Bilder bezeugen, dass ein Portrait auch hervorragend sein kann, wenn es sich nach ganz anderen Kriterien richtet und auf den Wiedererkennungseffekt verzichtet. Aber wenn es Dein Ziel ist, eine formelle Ähnlichkeit zu erreichen, stelle ich Dir hier drei gute Tipps vor.

Portrait abfotografieren

Wenn dein Portrait bunt ist, kannst du die Farbwerte mit einem Foto überprüfen. Fotografiere zum Beispiel mit einem Smartphone Dein Bild ab. Konvertiere dann das farbige Portrait in ein schwarz-weißes Portrait. Dafür kannst du einfach die bereits in der Kamera vorhandenen Filter benutzen. So erkennst du viel besser, ob das Verhältnis zwischen Licht und Schatten stimmt und kannst das Gemälde entsprechend anpassen.

Portrait auf den Kopf stellen

Dieser Vorschlag basiert auf den bekannten Übungen aus dem Buch „Drawing on the right side oft the brain“. Darin schlägt Betty Edwards vor Deine Vorlage auf den Kopf zu stellen, um Deine linke Gehirnhälfte „auszutricksen“ und der rechten Gehirnhälfte freie Hand zu geben. Es funktioniert richtig gut. Allerdings nur dann, wenn wir einen Druck als Vorlage haben, da wir schlecht die Menschen darum bitten können, für uns kopfstehend Modell zu sitzen. Vorausgesetzt Du hast eine gedruckte Vorlage, kannst Du diese und Deine Zeichnung auch im Nachhinein umdrehen. So erkennst du besser die Verhältnisse der Linien zueinander (welchen Abstand sie voneinander haben, wie lang sie sind, wie groß der Winkel ist…) anstatt die in Deinem Kopf gespeicherten allgemeinen Konzepte von „Auge“, „Mund“, „Nase“ usw. wiederzugeben.

Portrait mit einem Raster versehen

Wie? Ein Raster erst jetzt einfügen? Wenn die Zeichnung schon fertig ist? Ja, es ist natürlich sinnvoller, mit dem Raster zu beginnen. Aber wenn Du es nicht getan hast und nun nach den Unstimmigkeiten im Portrait suchst, kann das Raster immer noch hilfreich sein. Achtung: Das hilft nur, wenn Dein Portrait in einem Verhältnis von 1:1 zu der Vorlage steht! Bei Verkleinerung oder Vergrößerung klappt das in diesem Fall nicht, es sei denn, du kennst die Verhältnisse genau und kannst diese auf Dein Raster übertragen.

Raster basteln

Dafür musst Du nicht damit anfangen, über Dein Portrait zu kritzeln. Mach dir jetzt 2 Raster auf durchsichtiges Plastik. Sie werden Dir immer wieder hilfreich sein. Wenn du kein Transparentpapier zur Hand hast, kannst Du einfach eine Prospekthülle oder eine Sammelmappe durchtrennen. So hast Du auch direkt 2 Blätter.

Nimm Dir einen Permanent-Marker und zeichne damit auf beide Blätter ein Raster (Vorzeichnung mit Bleistift empfohlen). Die Größe des Rasters kann variieren je nach Deinen Bedürfnissen, aber eine Standardgröße von 20 x 20 cm ist meistens eine passende Größe. Das Raster muss in diesem Fall nicht genau so groß wie die Zeichnung sein, da wir keine Zeichnung damit übertragen, sondern nur die Verhältnisse überprüfen wollen. Die Abstände zwischen den Spalten des Rasters kannst du selbst bestimmen: je kleiner sie sind, desto detaillierter kannst du Deine Arbeit mit der Vorlage vergleichen.

Portrait zeichnen für Kaffeeliebhaber: mein persönlicher Tipp

You do not know how paralyzing it is, that stare from a blank canvas that says to the painter “you can’t do anything.“ (Vincent van Gogh, Brief an Theo)

Wenn Du auch das Gefühl kennst, vor dem weißen Blatt oder der Leinwand zu stehen und nicht zu wissen, wo Du anfangen sollst, hier ist ein Vorschlag: Kippe Kaffee drauf. Im Ernst. Wenn ein Kaffeefleck auf Deinem Bildträger ist, weißt Du besser, wo Du anfangen sollst. So hast Du eine Grundlage; die Leere ist weg und man kann vom Fleck ausgehend die Proportionen des Gesichts erarbeiten. Am Ende hast Du ein Portrait, das ein bisschen anders ist, mit einem unkonventionellen Touch und einer interessanten Misch-Technik (Du musst natürlich nicht das ganze Bild mit Kaffee malen: Probiere aus, den Kaffee mit anderen Malstoffen zu kombinieren). Versuch es gleich und überzeuge Dich selbst, dass auch Du tolle Portraits zeichnen kannst!

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